Was ist eigentlich Wikileaks?

Wikileaks ist momentan in aller Munde – in der konservativen amerikanischen Presse wird es auf das schärfste verurteilt und die Todesstrafe für Julian Assange – den Gründer von Wikileaks – gefordert. Und man will ihn ausliefern lassen. Wozu man auch mal zu Folter greift. Hierzulande sind sich die Medien noch nicht ganz einig, was sie von Wikileaks halten sollen. Naja, zumindest die Konservativen. Warum brauchen wir Wikileaks? Für die Pressefreiheit. Viel besser als ich, haben dass die taz, die Frankfurter Rundschau, der Freitag, der Tagesspiegel, Perlentaucher.de, die Berliner Zeitung, netzpolitik.org und das European Center For Constitutional and Human Rights (ECCHR) in diesem Appell getan.
Warum bin ich der Meinung, dass ausgerechnet Wikileaks Unterstützung braucht? Wikileaks liefert Material. Und auch nur das. Nicht mehr und auch nicht weniger[4]. Material für Journalisten. Material, um Journalisten unabhängig zu machen von großen Zeitungsverlagen, hinter denen Konzerne und Politiker stehen. Den sind die Dinge erst mal öffentlich, sollte es für die Verlage eine Freude sein, diese zu analysieren und zu publizieren[5]. Und man kann den Mächtigen zeigen, was man von ihrem Demokratieverständnis hält, wollen sie Wikileaks mit allen amerikanischen Mitteln den Geldhahn zudrehen. Was übrigens die Strategie gegen Terroristen ist. Aber Wikileaks ist kein Terrorist. Sondern Wikileaks ist eine Wahrheit.
Helft mit, das Wikileaks als wichtiger Baustein einer echten Demokratie weiter bestehen kann und erzählt euren Freunden, Verwandten, Eltern, Großeltern, Lehrern und Politikern von der Idee Wikileaks, die Idee freier Informationen, Offenheit und Transparenz! haltet ein Referat in der Schule, vllt. lässt sich ein Seminar in der Uni veranstalten mit einem engagiertem Professor? Informiert euch und andere. Bloggt, malt, zeichnet, singt und erzählt. Und klärt auf, in diesem Infokrieg. Denn wir kriegen nur ungefilterte Informationen über Seiten wie Wikileaks oder Openleaks[23].

Und als letztes: Free Bradley Manning und Fair Trail for Julian Assange!

[4] Und hinter Wikileaks steckt eine Idee. Eine Idee von Julian Assange. Weshalb es nicht nur ein Wikileaks geben darf.
[5] Dies ist viel schwieriger, muss der Journalist zunächst Gelder für die Recherche und zur Verschleierung der Identität des Whistleblowers ausgeben.
[23] Portale wie WAZleaks sind zwar lobenswert, allerdings steht hinter der WAZ eine große Mediengruppe mit Werbekunden und Kontakten zu den Parteien. Ob hier nicht gefiltert wird, darf bezweifelt werden. Außerdem ist es verdammt schwierig eine gesicherte technische Infrastruktur bereitzustellen, welche die Identität einer Quelle auf den verschiedensten Ebenen (bei IP-Verschleierung angefangen) gewährleisten kann. Openleaks ist von einigen Machern von Wikileaks, womit eine Grundqualität angenommen werden kann.

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Eine Antwort zu “Was ist eigentlich Wikileaks?

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